Das GMP+ Feed Safety Assurance scheme (GMP+ FSA) ist ein System zur Sicherung der Futtermittelsicherheit auf allen Stufen in der Futtermittelkette. Es handelt sich um ein weltweit anwendbares internationales System.
Das System ist zunächst in erster Linie entstanden und entwickelt worden, da die Folgestufen in der tierischen Produktionskette eine bessere Lenkung der Futtermittelsicherheit forderten. Im Jahr 1992 startete GMP+ mit der Zertifizierung der Stufen vor dem Landwirt (Fertigungsindustrie). Diese Zertifizierung wurde im Jahr 2002 unter anderem anlässlich Schäden infolge von mehr oder weniger schweren Zwischenfällen mit Verunreinigungen auf die gesamte Futtermittelkette erweitert.
Es entstand das Bedürfnis einen besseren Einblick in die Risiken von Ausgangserzeugnissen zu erhalten. Man bewirkte dies, indem die einzelnen Ausgangserzeugnisstufen zertifiziert wurden, jedoch auch indem die Risiken im Zusammenhang mit den Ausgangserzeugnissen zentral aufgezeigt wurden. Ab dem 1. Januar 2004 durften nach GMP+ zertifizierte Unternehmen ausschließlich noch bekannte Futtermittel-Ausgangserzeugnisse beschaffen.
Außerdem wurden im Laufe der Jahre diverse Informationsquellen entwickelt, die zur Implementierung der Anforderungen aus dem GMP+-System in einem Unternehmen verwendet werden konnten, etwa die Datenbank für unerwünschte Substanzen (DOS) und Fact Sheets mit Hintergrundinformationen zu den unerwünschten Substanzen. Diese Informationsquellen waren getrennt verfügbar und ließen sich mitunter nur schwer auf der Website finden. Mit der Einführung der Feed Safety Database (FSD) im Jahr 2010 lassen sich sämtliche Informationen innerhalb einer einzigen Plattform zu Rate ziehen.
Zunächst gab es die DRV & DOS und nun gibt es die FSD. Bei der FSD handelt es sich um eine interaktive Datenbank, die zum GMP+ FSA scheme gehört. Die FSD enthält diverse Elemente aus dem GMP+ FSA scheme: Risikobewertungen, Überwachungsergebnisse, Grenzwerte und Datenblätter (Fact Sheets). Alle in der FSD enthaltenden Futtermittel-Ausgangserzeugnisse (Einzelfuttermittel) werden als kontrollierbar betrachtet und lassen sich somit (sicher) in der Futtermittelwirtschaft verwenden.
Die Feed Safety Database ist als Hilfestellung für alle (künftigen) GMP+-Unternehmen zur Erstellung ihrer betriebsspezifischen Risikobewertungen gedacht. Auch kann sie als Referenzrahmen für die Auditoren im Rahmen der GMP+-Zertifizierung dienen. Die Datenbank lässt sich zudem als Wissensquelle zu Rate ziehen.