Erweiterung der Positivkennzeichnung (GMP+ BA6)

01 Februar 2016

Mit Wirkung vom 01.10.2015 ist die so genannte „Positivkennzeichnung“ in Kraft getreten. Für nach GMP+ zertifizierte Lieferanten bedeutet dies, dass das nach GMP+ gesicherte Futtermittel mit einer entsprechenden Angabe versehen zu sein hat. Dies be-trifft sowohl Lieferungen von Futtermittelinhaltsstoffen (Einzelfuttermittel, Zusatzstoffe, Vormischungen) als von Endfuttermitteln (Mischfuttermittel). Siehe diesbezüglich unsere Newsletter vom 26.09.2014 und 21.05.2015.

Anlässlich einer ersten Evaluierung mit GMP+-Teilnehmern wurden einige Verbesserungen vorgenommen. Diese sind in einer neuen Fassung von GMP+ BA6 Mindestanforderungen an die Etikettierung und Anlieferung festgelegt worden, die am 1. Februar 2016 veröffentlicht wird. 
Es handelt sich um folgende Anpassungen:

Eine größere Auswahl aus vorgeschriebenen Formulierungen

Nach entsprechenden Beratungen mit GMP+-Teilnehmern wurde die Liste der genehmigten Formulierungen zum gesicherten GMP+-Status des Futtermittels erweitert. Diese Übersicht wird in einem getrennten Dokument veröffentlicht: Anlage 1: Liste der genehmigten Übersetzungen der Angaben zum GMP+-Status, welche Bestandteil von GMP+ BA6 Mindestanforderungen an die Etikettierung und Anlieferung ist. Es dürfen ausschließlich die in jener Anlage 1 veröffentlichten Formulierungen verwendet werden.

Die genehmigten Formulierungen stehen in 3 Sprachen zur Verfügung: in der niederländischen, deutschen und englischen Sprache. Es ist möglich, die Übersetzung dieser Formulierungen auch in anderen Sprachen bei GMP+ International anzumelden. Das entsprechende Verfahren ist in Anlage 1 enthalten.

Die in Anlage 1 veröffentlichten genehmigten Formulierungen für die Positivkennzeichnung von Futtermitteln treten mit sofortiger Wirkung in Kraft.

GMP+ International hat die Veröffentlichung des neuen Anhangs GMP+ BA6 dafür genutzt, um GMP+ D3.12 FAQ zur Positivkennzeichnung um neue Fragen und Antworten zu ergänzen. Im FAQ wird somit näher auf die praktische Anwendung der Positivkennzeichnung eingegangen. Wir empfehlen allen Teilnehmern, diesen FAQ zu studieren.

Positivkennzeichnung auch bei Lieferungen an Viehhalter

Erweiterung der Positivkennzeichnung auf DienstleistungenDie meisten GMP+-Teilnehmer, die Futtermittel direkt an Viehhalter liefern, wenden die Positivkennzeichnung bereits an. Auf Ersuchen der Branche ist diese Anforderung in der neuen Fassung von GMP+ BA6 spezifischer formuliert worden und wird die Positivkennzeichnung bei Lieferungen von Futtermitteln an Viehhalter mit Wirkung vom 01.10.2016 verpflichtet.

Missverständnisse zum Status der erbrachten Dienstleistungen (wie Lagerung und physischer Transport) an GMP+-Teilnehmer haben in der Vergangenheit zu Zwischenfällen im Bereich der Futtermittelsicherheit geführt. Indem die Positivkennzeichnung bei Dienstleistungen (physischer Transport, Lagerung und Umschlag) verpflichtet wird, lässt sich das Risiko der Entstehung von Missverständnissen erheblich senken.

Mit Wirkung vom 01.10.2016 hat der nach GMP+ zertifizierte Lieferant anzugeben, dass die von ihm erbrachte Dienstleistung nach GMP+ gesichert ist. Eine Liste mit den genehmigten Angaben ist in Anlage 1 von GMP+ BA6 veröffentlicht.

Senden Sie Ihre ergänzenden Fragen über die Positivkennzeichnung für Futtermittel und physische Dienstleistungen an info@gmpplus.org. Wir werden Ihre Fragen und die dazugehörigen Antworten in GMP+ D3.12 FAQ zur Positivkennzeichnung bündeln.

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