Neue Fassung der Country Note Antibiotikafreie Futtermittel

24 März 2016

In diesem Newsletter befassen wir uns mit einer Änderung in der Country Note Antibi-otikafreie Futtermittel, möchten wir jedoch auch auf die „GMP+ FSA“-Anforderungen an den Einsatz von Antibiotika in Futtermitteln hinweisen. Uns kam zu Ohren, dass im Hinblick auf die spezifischen Anforderungen aus der Country Note Antibiotikafreie Fut-termittel und den allgemeinen „GMP+ FSA“-Anforderungen zur verantwor-tungsbewussten Verarbeitung von Antibiotika mitunter etwas Verwirrung besteht.

Änderungen in der Country Note GMP+ BCN-NL1 Antibiotikafreie Futtermittel

Bisher enthielt die Country Note Antibiotikafreie Futtermittel Grenzwerte. Diese Grenzwerte waren an die Nachweisgrenzen der LC-MSMS-Analysemethode gekoppelt, die gemäß dem Standard vorgeschrieben ist. Durch diese Grenzwerte konnte der Eindruck erweckt werden, dass bestimmte Niveaus an Antibiotika gemäß der Country Note Antibiotikafreie Futtermittel durchaus gestattet waren. So sind die Grenzwerte in diesem Standard selbstverständlich nicht gemeint, was denn in der neuen Fassung der Country Note BCN-NL1 Antibiotikafreie Futtermittel angepasst worden ist.

Ab heute versteht sich die Liste mit Antibiotika in der Anlage nur als Hilfestellung für die Frage, auf welche Antibiotika im Rahmen der Country Note Antibiotikafreie Futtermittel mindestens eine Analyse durchzuführen ist. Für die Bewertung der Analyseergebnisse gilt als Norm, dass keine Antibiotika angetroffen werden dürfen.

Hinweis: In der Praxis bedeutet dies keine Änderung der Anforderungen, die Anforderung („antibiotikafrei“) wird damit jedoch deutlicher und es kann auch kein falsches Bild darüber entstehen, wie sich der Begriff antibiotikafreie Futtermittel definiert.

Die neue Fassung von GMP+ BCN-NL1 Antibiotikafreie Futtermittel finden Sie hier.

„GMP+ FSA“-Anforderungen an die Verwendung von Antibiotika

Indem besser beschrieben wird, was sich in der Country Note unter „antibiotikafrei“ versteht („Es dürfen keine Antibiotika angetroffen werden“), hoffen wir außerdem, dass die Verwirrung über die vermeintliche Beziehung zwischen den generischen „GMP+ FSA“-Anforderungen an die Verwendung von Antibiotika und die spezifischen Anforderungen aus der Country Note Antibiotikafreie Futtermittel beseitigt wird.

Die Liste mit Grenzwerten aus der Country Note wurde zu Unrecht auch für die „GMP+ FSA“-Anforderungen an die Verwendung von Antibiotika benutzt und man ging unberechtigterweise davon aus, dass diese Grenzwerte also auch für andere Futtermittel gelten würden.

Es ist im Rahmen der Anforderungen der „GMP+ FSA“-Zertifizierung gestattet, Fütterungsarzneimittel mit Antibiotika herzustellen, wobei allerdings die einschlägigen gesetzlichen Vorschriften (in der EU nur auf Attest eines Tierarztes) zu berücksichtigen sind. Für die Verwendung von Antibiotika in Futtermitteln (also nicht im Rahmen der Country Note Antibiotikafreie Futtermittel) sind die Anforderungen in den betreffenden Standards selbst aufgenommen, gelten jedoch außerdem die Grenzwerte für unbedenkliche Futtermittel und die Anforderungen im Sinne von GMP+ BA2 Überwachung von Rückständen. Darin sind die in der EU gesetzlich festgelegten Rückstandshöchstwerte, die auch für alle GMP+-Teilnehmer gelten, enthalten.

Weitere Informationen zur Verwendung von Antibiotika in Futtermitteln lassen sich im FSP Factsheet Antibiotika finden.

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