Änderungen 2016 an Dokumenten aus dem GMP+ FC scheme

24 März 2016

Ende vorigen Jahres hat das International Expert Committee die endgültige Empfehlung zur Änderungen an einer Reihe Dokumenten aus dem GMP+ scheme ergehen lassen. Es handelt sich um eine allgemeine Anpassungsrunde, die GMP+ International alle ein bis anderthalb Jahre durchführt. Die jüngste große Änderungsrunde betraf die Dokumente, die zum 1. Januar 2015 veröffentlicht wurden.

Weshalb?

Die Empfehlung zur Durchführung von Änderungen hatte eine Reihe Gründe:

  • Geänderte Definitionen in der EU-Gesetzgebung: Die Definitionen in den GMP+-Standards sollen den Definitionen aus der EU-Gesetzgebung möglichst weitgehend entsprechen.
  • Einige Standards enthielten Fehler redaktioneller Art wie verkehrte Verweisungen, ausgelassene Wörter oder Teile von Sätzen, fehlerhafte Übersetzungen von Wörtern usw. Diese Fehler wurden möglichst weitgehend berichtigt.
  • Manche Anforderungen waren nicht deutlich. Nach Konsultierung der Sachverständigen aus den Subcommittees und dem International Expert Committee hat man sich bemüht, diese Anforderungen besser zu formulieren, oder wurde eine Erläuterung hinzugefügt.

Nachstehend werden die wichtigsten Änderungen näher dargelegt:

  • Es wurden keine inhaltlichen Änderungen verabschiedet. Es handelt sich wie bereits angegeben um vereinzelte Verdeutlichungen und Ergänzungen.
  • In der EU-Gesetzgebung wurden bereits vor einigen Jahren neue Definitionen für verschiedene Tierarten aufgenommen. Nunmehr spricht man dort von „der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren“ und „nicht der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren“. Diese Begriffe wurden in eine erneuerte Definition der im GMP+ FC scheme verwendeten Begriffe „Heimtiere“ und „Heimtierfuttermittel“ aufgenommen.
    Es ist möglicherweise gut, noch einmal zu verdeutlichen, dass die Definition, die im GMP+ FC scheme für Heimtiere verwendet wird, mehr Tierarten umfasst als nur nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere. Auch nichtgewerblich (= als Hobby) gehaltene der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere fallen unter diese Definition. Diese Definition entspricht der Auffassung, die bereits seit Jahren im GMP+ FC scheme in diesem Punkt angewandt wird.
    Für die Herstellung von Heimtierfuttermitteln (also Futtermittel für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere und als Hobby gehaltene der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere) gelten im GMP+ FC scheme einige Sonderbestimmungen und Ausnahmen.
  • Wenn ein Unternehmen ein nach GMP+ gesichertes Erzeugnis kaufen möchte, so hat es dies seinem Lieferanten nachweislich mitzuteilen. Die strikte Bestimmung, dass dabei immer von einem offiziellen Vertrag die Rede zu sein hat, wurde verallgemeinert. Damit werden mehr Möglichkeiten geboten, die zu den gängigen Handelspraktiken passen, wird jedoch der Kern der Anforderung aufrecht erhalten.
  • In GMP+ B4 Transport standen widersprüchliche Bestimmungen über die Durchführung einer FRI durch einen Befrachter. Dies wurde nun korrigiert. Es gilt noch immer, dass ein Befrachter eine FRI nicht selbst durchführen kann.
  • In den Standard für Binnenschifffahrtstransporte wurden einige Verdeutlichungen aufgenommen.

Wie üblich wurden die geänderten Texte deutlich markiert. Außerdem ist in der Tabelle mit Revisionsinformationen (Seite 2 der normativen Dokumente) die Art der Änderung beschrieben. Die Änderungen sind zu dem in der Tabelle mit Revisionsinformationen genannten Datum zu implementieren.

Melden Sie sich für den GMP+ International Newsletter an.

Verfolgen Sie die aktuellsten Nachrichten von GMP+ International.