Monitoringzahlen 2015 sind bekannt: Mehr Analyseergebnisse geteilt und weniger Überschreitungen

03 Oktober 2016

GMP+ International analysiert in regelmäßigen Abständen die Analyseergebnisse, die GMP+-Teilnehmer in der GMP+ Monitoring database mit der GMP+ Community teilen. Diese Zahlen vermitteln wertvolle Informationen, die Teilnehmer bei der Erstellung ihres betriebspezifischen HACCP-Plans verwenden können. Für das Jahr 2015 sind die Zahlen und Schlussfolgerungen in einer Monitoring-Infografik dargestellt.

Wichtigste Schlussfolgerungen:

  • 2015 charakterisiert sich durch eine Zunahme der Proben, die Nutzer mit der GMP+ Community teilen, und durch weniger Überschreitungen.
  • Zusammengefasst belegen die mit der GMP+ Community geteilten Proben aus dem Jahr 2015, dass die Nutzer der Monitoring database die Kontaminanten Dioxine, Schwermetalle; Aflatoxin B1 und tierisches Protein ordentlich im Griff haben. In Einzelfällen waren die Gefährdungen allerdings nicht unter Kontrolle. Auf der Grundlage der EWS-Meldungen lässt sich schließen, dass die wichtigsten Risiken im Jahr 2015 Pestizide, mikrobiologische Gefährdungen und Dioxine/PCB waren.
  • Die Dioxinergebnisse in der GMP+ Monitoring database stehen im Widerspruch zu den EWS-Meldungen in Bezug auf die Dioxingefährdung. Daraus lässt sich schließen, dass nicht alle Dioxinergebnisse in die GMP+ Monitoring database eingegeben und geteilt werden. Dies ist bedauerlich, da die Nutzung der Datenbank Ihrem Unternehmen viele Vorteile bietet!
    Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass in den „GMP+ FSA“-Standards für Dioxin, jedoch auch für andere Kontaminanten, spezifische Mindestvorgaben für die Überwachung festgelegt sind, und zwar in: GMP+ BA4 Mindestanforderungen an Inspektionen und Analysen und GMP+ BA10 Mindestanforderungen an die Beschaffung. Zusätzliche Informationen zur Überwachung von Dioxin und dioxinähnlichen PCB in Fetten und Ölen lassen sich auch einem unserer Newsletter entnehmen.

Verwenden Sie die GMP+ Monitoring database derzeit noch nicht?

Der Einsatz der GMP+ Monitoring database bietet Ihrem Unternehmen Vorteile!

Die GMP+ Monitoring database kann für Unternehmen, für die es sich kompliziert gestaltet, einen guten Kontrollplan zu erstellen, ausgesprochen praktisch sein. Die GMP+ Monitoring database ist eine (kostenlose) Zusatzdienstleistung, die nach GMP+ zertifizierte Unternehmen dafür verwenden können, ihr Kontrollprogramm zu erstellen und zu verwalten, ihre Analyseergebnisse abzuspeichern, die Ergebnisse zu evaluieren und diese mit anderen Unternehmen und/oder Kunden zu teilen.
Das Teilen von Ergebnissen mit der GMP+ Community bietet große Vorteile. Je mehr Ergebnisse die GMP+-Teilnehmer (anonym) mit der GMP+ Community teilen, desto mehr Informationen für alle GMP+-Teilnehmer verfügbar sind! Diese Informationen lassen sich zur Erstellung und Evaluierung Ihres eigenen Kontrollprogramms verwenden!

Tipps & Tricks

Um Ihnen bei der Nutzung der GMP+ Monitoring database ein wenig auf die Sprünge zu helfen, haben wir für Sie eine Reihe Tipps & Tricks zusammengestellt:

Tipp 1: Bitten Sie Ihr Labor um Unterstützung!

Ihr Labor kann die Analyseergebnisse elektronisch einsenden (worunter Einzelheiten zur Probe wie Produktname, Kontaminant und Ursprungsland). Sie erhalten ein E-Mail mit der Mitteilung, dass die Analyseergebnisse verfügbar sind. Sie brauchen die Ergebnisse dann nur noch zu genehmigen und mit der GMP+ Community zu teilen. Weitere Einzelheiten können Sie der Anleitung zur GMP+ Monitoring database entnehmen.

Tipp 2: Probenahme

Techniken zur Probenahme und Probenpräparierung können einen erheblichen Einfluss auf die Zuverlässigkeit eines Analyseergebnisses haben. Es ist denn auch besonders auf die Repräsentativität der Probenahme und der Proben zu achten. Ziel einer repräsentativen Probenahme ist der Erhalt einer Fraktion einer Partie auf eine Art und Weise, die gewährleistet, dass die Feststellung bestimmter Eigenschaften jener Fraktion für die Eigenschaften der gesamten Partie repräsentativ sind. Deutliche und aktuelle Verfahren zur Probenahme und Probenpräparierung sind deshalb von großer Bedeutung. GMP+ International arbeitet derzeit an der Aktualisierung und Optimierung der derzeitigen Anforderungen an die Probenahme.

Tipp 3: Kontrollplan

Die Überwachung (Monitoring) stellt eine essentielle Anforderung für nach GMP+ zertifizierte Unternehmen dar und ist eine wichtige Stufe der HACCP-Grundsätze, die alle nach GMP+ zertifizierten Unternehmen verpflichtet implementieren müssen. Das Monitoring hat auf der Grundlage der eigenen Risikobewertung des Unternehmens zu erfolgen. Dies sorgt für Flexibilität, wobei es jedoch auch unabdinglich ist, dass Unternehmen die Verantwortung für sich übernehmen. Nach GMP+ zertifizierte Unternehmen haben die Ergebnisse ihres Kontrollplans (Kunden, Auditoren, zuständigen Behörden usw.) darlegen und vorlegen zu können.

In der GMP+ Monitoring database können nach GMP+ zertifizierte Unternehmen ihr Kontrollprogramm erstellen und verwalten, Analyseergebnisse speichern, die Ergebnisse evaluieren und mit anderen Unternehmen und/oder Kunden teilen. Das Teilen von Ergebnissen mit der GMP+ Community bietet große Vorteile. Je mehr Ergebnisse die GMP+-Teilnehmer (anonym) mit der GMP+ Community teilen, desto mehr Informationen für alle GMP+-Teilnehmer verfügbar sind! Diese Informationen lassen sich zur Erstellung und Evaluierung Ihres eigenen Kontrollprogramms verwenden und GMP+ benutzt sie zur Anpassung der eigenen GMP+-Anforderungen. Das Aflatoxin-B1-Protokoll für die Ernte 2015-2016 ist für Letzteres ein gutes Beispiel.
Neben den Angaben in der GMP+ Monitoring database können auch die Informationen in den generischen Risikobewertungen nützlich sein.

Tipp 4: Übersicht über Produktstandards

Wussten Sie, dass auf unserer Website eine Übersicht über alle für Futtermittel zutreffenden Standards gelistet ist? Hinsichtlich des Kontrollplans haben die GMP+-Teilnehmer die jeweiligen Grenzwerte, bis zu denen die Unbedenklichkeit eines Erzeugnisses gewährleistet werden kann, für jede Probe zu ermitteln. Dieser Grenzwert wird innerhalb des GMP+ FC scheme auch als die „Ablehnungsgrenzwert“ bzw. der „Höchstgehalt“ bezeichnet. Um die Ablehnung von Erzeugnissen möglichst zu vermeiden, sind auch Aktionsgrenzwerte festgelegt worden. Sowohl die Höchstgehalte als die Aktionsgrenzwerte lassen sich GMP+ BA1 ) entnehmen.

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