Beifuß-Ambrosien in Einzelfuttermitteln aus Frankreich

26 Juli 2019

Hüten Sie sich vor Beifuß-Ambrosien (Ambrosia, Ambrosia artemisiifolia L.) und seien Sie sich deren gesundheitlichen Relevanz für Mensch und Tier sowie der Bedeutung für die Landwirtschaft bewusst.

Achtung!
Beifuß-Ambrosien stellen ein ernst zu nehmendes Problem dar, weil sie die Landwirtschaft als Unkraut beeinträchtigen und durch ihre Pollen bei Menschen schwere Allergien auslösen können.

Unternehmen, die Einzelfuttermittel - und vor allem Gerste, Sojabohnen, Sorghumhirse und Sonnenblumenkerne aus Frankreich - beschaffen, müssen achtsam sein und Analysen durchführen.

Beifuß-Ambrosien in Einzelfuttermitteln
GMP+ International erreichten in den ersten Monaten von 2019 über das Early Warning System diverse Meldungen über Partien, die mit Beifuß-Ambrosien verunreinigt waren. Die betreffenden Partien mit Erzeugnissen umfassen Gerste, Sojabohnen, Sorghumhirse und Sonnenblumenkerne und in den meisten Fällen stammten die Partien aus Frankreich (Ernte 2019).

Erwartungsgemäß werden noch mehr verunreinigte Partien angetroffen werden.

Verbreitung von Beifuß-Ambrosien
Eine einzige Pflanze kann eine Milliarde Pollen pro Saison produzieren - Pollen, die tagelang in der Luft bleiben können und die Gesundheit von Menschen Hunderte Kilometer weiter weg beeinträchtigen können. Außerdem können Beifuß-Ambrosien Menschen für andere Allergene empfindlich machen, unter anderem für Lebensmittelallergene.

Beifuß-Ambrosien haben als Unkraut auch Folgen für die Landwirtschaft. Verunreinigtes (unbearbeitetes) Wildvogelfutter spielt eine wichtige Rolle bei der Verbreitung von Beifuß-Ambrosien in neue, erst nicht befallene Gebiete.

Grenzwerte
GMP+ International hat in Bezug auf Ambrosia spp. nach dem Vorbild der EU Grenzwerte für die botanische Unreinheit festgelegt, und zwar in dem Dokument GMP+ BA1 Spezifische Grenzwerte für unbedenkliche Futtermittel.

Sofern ein GMP+-Teilnehmer Parteien antrifft, die diesen Grenzwert überschreiten, muss dieser das EWS-Formular ausfüllen und GMP+ International zusenden (ews@gmpplus.org).

Informationsquelle: CEH, EFSA

 

 

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