Tipps zur Identifizierung von Futtermittelbetrug

26 Juli 2019

Im Januar 2017 hat GMP+ International ein Informationsdokument mit Richtlinien zur Erkennung von Futtermittelbetrug und zur Ergreifung von Maßnahmen zu dessen Vermeidung veröffentlicht. Im vorliegenden Newsletter bieten wir praktische Tipps und Informationen zum Schutz Ihres Unternehmens gegen Futtermittelbetrug.

GMP+-Dokument mit Richtlinien zur Verhütung von Futtermittelbetrug
Das GMP+-Dokument mit Richtlinien zur Verhütung von Futtermittelbetrug wurde von GMP+ International in Zusammenarbeit mit Experten aus der Futtermittelindustrie und unter Begleitung der Professorin für Lebensmittelechtheit Frau Dr. Saskia van Ruth von der Wageningen UR/ RIKILT erstellt. Es enthält einen Stufenplan, der zertifizierte Unternehmen bei der Verhütung von Futtermittelbetrug unterstützen soll, und erteilt Informationen zu Anfälligkeiten in der Futtermittelkette.

Die Richtlinie kann von Unternehmen jederlei Umfangs weltweit verwendet werden, um herauszufinden, wie anfällig sie für betrügerische Aktivitäten sind und wie sie sich anschließend mit einem Risikolenkungsplan dagegen wappnen können.

Das Dokument enthält auch eine Frageliste, anhand derer sich die Anfälligkeit eines Inhaltsstoffs, eines Erzeugnisses oder des gesamten Unternehmen ermitteln lässt.

Die Verbindungen müssen stimmen
Es ist wichtig, dass Unternehmen im Zusammenhang mit der Prävention von Futtermittelbetrug eine multidisziplinäre Vorgehensweise anwenden. Diese Angelegenheit ist nicht nur die Verantwortlichkeit der Abteilung für Qualitätssicherung der jeweiligen Organisation. Es ist wichtig, verschiedene Experten aus anderen Bereichen der Organisation hinzuzuziehen, wie das Management, die Produktion, die Einkaufs- und die Personalabteilung usw. Sofern Sie Bedarf an Richtlinien in Bezug auf die Zusammenstellung eines solchen Teams haben sollten, ziehen Sie dann das Dokument ‘Team of Specialists’ zu Rate, das auch zum Richtliniendokument gehört.

Ist Ihr Unternehmen vorbereitet?
Das derzeitige GMP+ FC scheme enthält bereits Lenkungsmaßnahmen zum Umgang mit Hinweisen, die auf Betrug hindeuten könnten. Zum Beispiel die Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Early Warning System und die Vorgehensweise anlässlich Nonconformities. Futtermittelbetrug lässt sich jedoch nicht zu 100 Prozent ausschließen. Ihre Organisation muss also immer aufmerksam sein und Betrugsanzeichen aufspüren.

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