Hinsichtlich der bevorstehenden neuen Maisernte wurden bei der Einordnung von Ländern auch Informationen zu den Anbau- und Ernteverhältnissen berücksichtigt. Außerdem wurden Länder berücksichtigt, in denen eine etwaige Vermischung mit alter (2025) Ernte aus Ländern mit hohem oder mittlerem Risiko ein Risiko für die Futtermittelsicherheit darstellen könnte.
Aufgrund dieser Kriterien wurde beschlossen, dass zu Beginn des Erntejahres 2026 alle Länder zunächst als mittelrisikoreich eingestuft werden sollten, außer:
18 Länder wurden als niedrig eingestuft
4 Länder, Brasilien, Serbien, Bulgarien und Ungarn, wurden als hoch eingestuft.
Gemäß den Regeln zur Neubewertung beginnen Länder, die die vergangene Erntesaison mit hohem Risiko abgeschlossen haben, die neue Saison automatisch auf demselben Niveau. Brasilien, Serbien und Bulgarien behalten aus diesem Grund ihren Status als Länder mit hohem Risiko. Ungarn wurde aufgrund kürzlich ausgewerteter Informationen, die Anlass zur Sorge hinsichtlich der Qualität der Maisernte geben, als Land mit hohem Risiko eingestuft.
Geänderte Risikoprofile:
Ungarn erhöht von mittelhohes Risiko auf hohes Risiko
Ukraine erhöht von niederig auf mittelhohes Risiko
Slowakei erhöht von niederig auf mittelhohes Risiko
Das heißt, dass Mais aus:
Ungarn häufig analysiert werden muss
Ukraine häufig analysiert werden muss
Slowakei häufig analysiert werden muss
Das geänderte Risikoprofil tritt am 18. September 2026 in Kraft.
Hinweis:
Mais, der aus einem Land mit einem hohen Risiko stammt, muss öfter analysiert werden, da das Risiko auf das Vorhandensein von Aflatoxin B1 als hoch zu bezeichnen ist.
Ziehen Sie für weitere Einzelheiten das TS1.7 Monitoring - Appendix Liste zur Risikoeinstufung von Aflatoxin zu Rate.
Wir benötigen Ihre Hilfe
Zur erneuten Einordnung von Ländern ist es wichtig, dass GMP+-Teilnehmer ihre Analyseergebnisse in die GMP+ Monitoring database hochladen und mit unserer Community teilen.
Bitte seien Sie vorsichtig
Unrichtige Analyseergebnisse in der Datenbank können die Ergebnisse der Bewertung und der Risikoeinordnung der Länder beeinflussen.
Stellen Sie beim Hochladen dieser Informationen sicher, dass der Ursprung des Maises richtig eingegeben wird und die gemessenen Aflatoxinwerte in der korrekten Einheit (mg/kg) angegeben werden.
- Bitten Sie Ihr Labor, in den Berichten die richtige Einheit zu verwenden
Bitten Sie Ihr Labor, die Analyseergebnisse in derselben Einheit in den Berichten anzugeben, die in TS1.5 Spezifische Grenzwerte für unbedenkliche Futtermittel verwendet werden. Für Aflatoxin ist die richtige Einheit mg/kg. Dies ist nützlich, wenn Sie das Ergebnis mit dem geltenden höchstzulässigen Grenzwert in TS1.5 Spezifische Grenzwerte für unbedenkliche Futtermittel abgleichen. Damit wird jedoch auch den Anforderungen aus der GMP+ Monitoring database in Bezug auf die Berichterstattung des Ergebnisses in der jeweiligen Einheit genügt.
- Wenn das Analyseergebnis in ppb ist, müssen Sie es zuerst in mg/kg
Weshalb ist dies so wichtig?
Die Analyse der Monitoring-Ergebnisse ist für GMP+ International eine wichtiges Instrument zur Ermittlung potenzieller Risiken. Außerdem hilft sie uns bei der Entwicklung von FSP-Produkten, die Sie und die Futtermittelindustrie als Ganzes dynamischer machen.
Vorherige Änderungen von Risikoprofilen
Seit September 2025 hat es folgende Änderungen bei Risikoprofilen zu Herkunftsländern gegeben:
Implementierung | Land | Risikoprofil |
20 Juli | Bulgarien | Mittelhoch > Hoch |
23 Juni 2026 | Slowakei | Mittelhoch > Niedrig |
23 Januari 2026 | Rumänien | Hoch > Mittelhoch |
12 November 2025 | Brasilien | Mittelhoch > Hoch |
4. September 2025 | Slowakei | Niedrig> Mittelhoch |