Worum geht es?
GMP+ International hat Hinweise auf erhöhte Aflatoxin-B1-Werte in verschiedenen Einzelfuttermitteln erhalten. Dazu gehören Mais (Gluten) aus Ungarn, Mais aus Nordfrankreich sowie Zuckerrübenschnitzel aus Süd- und Südwestdeutschland.
Derzeit laufen die Analysen der Erzeugnisse aus der neuen Ernte noch. Daher ist es noch zu früh, um endgültige Schlussfolgerungen über die Gesamtsituation oder die geografische Ausdehnung des Problems zu ziehen.
Je nach Zieltier kann der Kontaminant die Grenzwerte überschreiten. Aflatoxin B1 erfordert besondere Aufmerksamkeit, wenn das Futtermittel für Milchvieh bestimmt ist. Der GMP+-Grenzwert für Aflatoxin B1 in Rinderfutter beträgt 0,005 mg/kg (5 ppb). Für QM-Milch-Futtermittel liegt der Grenzwert bei 0,0025 mg/kg (2,5 ppb).
Was können Sie tun?
Bleiben Sie in den kommenden Wochen wachsam.
Achten Sie beim Einkauf und bei der Verwendung von Mais, Mais-Nebenprodukten, Zuckerrübenschnitzeln und anderen potenziell betroffenen Einzelfuttermitteln besonders auf Aflatoxin B1.
Berücksichtigen Sie bei Ihrer Risikobewertung die Herkunft des Erzeugnisses und die verfügbaren Analyseergebnisse. Bei Mais hängen die Mindestanforderungen an die Überwachung vom Herkunftsland des Maises und der Art des Verarbeitungsbetriebs ab. https://portal.gmpplus.org/en-US/create-case/Weitere Informationen finden Sie unter TS1.7 Überwachung.
Sollte Ihr Unternehmen an Lieferungen von nicht konformen Futtermitteln beteiligt sein, müssen Sie den Vorfall Ihrer Zertifizierungsstelle und GMP+ International melden. Verwenden Sie dazu bitte das EWS-Formular. Weitere Informationen zum Frühwarnsystem und zur Einreichung einer Meldung finden Sie auf unserer Website.
Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an den GMP+ Helpdesk.